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PlatinenstecksystemeDer "System Austria"-Stecker (so benannt bei A.u.S., richtiger Name ist mir nicht bekannt, "Systemstecker" bei funworld) ist die Codierung der Schnittstelle zwischen dem Automaten und der Spielplatine. Von der Platine kommt das 44-polige Fingerboard (Zwischenplatine) und auf der Automatenseite ist die passende Steckbuchse (Steckerleiste, edge connector). Mir ist nicht bekannt, unter welchen Umständen der Standard geschaffen wurde. Sehr wahrscheinlich stammt er von der Firma Széchenyi (ehemaliger Aufsteller in Wien) und wurde ziemlich sicher noch vor der Einführung des JAMMA Standards (1985) entworfen. Er unterscheidet sich von diesem durch die Anzahl der Kontakte (eine Seite hat 22 statt 28 Kontakte) und natürlich durch die Belegung. Der JAMMA Standard verwendet zusätzlich Kontakt 7 als Key und unterstützt bis zu 4 (theoretisch 5) Feuertasten. Fast alle Platinen der späten 80er und der 90er sind für JAMMA-Buchsen vorgesehen. Aus diesem Grund ist daher auch in den meisten TAB Giganten ein JAMMA Adapter eingebaut. Alle früheren Platinen, die in Österreich im Umlauf sind/waren, wurden fürs österreichische System modifiziert, entweder mit einem steckbaren Adapter oder direkt auf der Platine gelötetem Kabelsatz (am häufigsten anzutreffen). Da die mir bekannten Universal-Videoautomaten aus Österreich das System Austria meistens unterstützen, ist es nicht weiter verwunderlich, dass es auch viele JAMMA-Platinen gibt, auf die so ein Adapter gelötet wurde. Zur Veranschaulichung unterhalb ein Foto von einer Hatris Platine (bootleg). Eigentlich für JAMMA ausgelegt, wurde ein 44-poliger Adapter angelötet. Die A5-Klarsichthülle wurde mit Kabelbindern befestigt. Sie enthält meistens Information zur Platine wie Aufsteller, Seriennummer, Ort/Dauer der Aufstellung (kaum benutzt), Stromverbrauch, Bildformat, Gerätetyp, Details zu Eingabegeräten, DIP-Schaltern und Belegung. Als Beispiel auch hier der Begleitzettel (pdf, 470KB) einer Alien Storm (bootleg) Platine
Die System Austria Belegung:
Der einzige Verpolungsschutz ist (falls überhaupt vorhanden) ein aufgeklebter Punkt, der die Kontakte der Spannungszufuhr markiert. Ich empfehle allen Sammlern und solchen die, es werden möchten, diese "Tradition" weiterzuführen. Der TAB-SicherheitssteckerSehr interessant ist der Sicherheitsstecker von TAB Austria. Im Prinzip handelt es sich um einen oben beschriebenen System Austria - Stecker. Mit Hilfe von Optokopplern wird hier die Beschädigung der Platine im Falle des Falsch-herum-Ansteckens vermieden. Ab und zu kommt es nämlich vor, dass der nicht verpolungssichere Stecker verkehrt angesteckt wird, und dann Bauteile wie Bustreiber beschädigt werden. Die Folge eines solchen Unfalles ist (abgesehen von Gestank, vielleicht Rauch und 1-2 heißen Bauteilen) dass ein oder mehrere Taster von der Platine nicht mehr registriert werden. Um beschriebenen Zwischenfällen vorzubeugen, hat TAB bei einigen JAMMA-Adaptern und auch Platinen einen Sicherheitsstecker verwendet. Erkennbar ist dieser sofort an ein paar ICs mit der Beschriftung PC817 und einer roten LED, die nur leuchtet, wenn der Stecker richtig angeschlossen ist. Hier Fotos von dem Stecker:
Oberseite: "TAB Austria Tel. (07229) 459". Hier zu erkennen auch der oben erwähnte Markierungspunkt (gelb) zur Unterscheidung der Seiten. Unterseite: "Sicherheitsstecker Et. Nr.: 4141648 (oder 0??)11" Der 50 polige SUB-D-Stecker (Novomatic):Eine andere Variante der Steckerbelegung ist der 50-polige SUB-D-Stecker, wie er in frühen Novomatic Geräten (siehe Index) zu finden ist. Eingeführt wurde er spätestens 1983. Angenehm Hand zu haben und verpolungssicher. War aber zum Verkabeln in großem Umfang wahrscheinlich recht teuer. In vielen Novomatic-Gehäusen ist ein Adapter aufs System Austria zu finden:
Steckerseite (male) Buchsenseite (female) JAMMADie JAMMA Belegung ist zwar im Internet zahlreich vorhanden, aber - was mir nicht ganz verständlich ist - wird immer die Solder side auf der linken Seite abgebildet und das finde ich nicht wirklich brauchbar. Hier also die Ausrichtung nach meinem Geschmack:
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